Der Tag danach

Die Schnee-Situation in und um Osnabrück hat sich beruhigt. Heute Mittag gab es Temperaturen über 0°C, der Schnee taut und fällt von den zum Teil noch dick bedeckten Bäumen.

Unser Sendestudio ist nach dem jetzigen Stand der Dinge ohne Schaden davongekommen. Wir hatten gestern zunächst ein Problem mit einem Rechner der nicht mehr hochfahren wollte (daher wurde auch ein Webcambild nicht aktualisiert). Daniel Uhlenhaut hat heute aber einfach eine Windows-CD eingelegt und gesagt „Ey Du machen Windows heile“. Das hat glücklicherweise funktioniert. Hier die schöne Seite des Winters (ja, heute Nachmittag gab es für eine knappe Stunde Sonnenschein):





Etwas weniger Glück haben die Einwohner des nordwestlichen Münsterlandes. Dort sind immer noch viele Orte, Gemeinden und Siedlungen ohne Strom.

Die Energieversorger arbeiten zwar mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Stromversorgung, die widrigen Witterungsumstände (zugefrorene Wege, umgestürzte Bäume) bremsen dieses Vorhaben aber immer wieder aus. Daher gilt für die Kreise Steinfurt und Borken derzeit Katastrophenalarm. Experten sprechen vom „schlimmsten Stromausfall in Deutschland“.

Aber nicht nur im Münsterland gab bzw gibt es chaotische Zustände. In und um die niederländische Gemeinde

Haaksbergen sassen viele Einwohner lange ohne Storm, auch jetzt gibt es dort noch Probleme. Am Freitagabend erlebten die Niederländer die „schlimmste Rush-Hour in der Geschichte“. Normalerweise stauen sich abends die Fahrzeuge auf den Autobahnen auf eine Gesamtlänge von knapp 300km. Am vergangenen Freitag waren es 900! Auch in Grossbritannien, Frankreich und weiteren Ländern gab es Probleme durch den plötzlichen Wintereinbruch.

Wir sind – so scheint es zumindest – mit einem blauen Auge davongekommen zu sein. Wie das Ganze tatsächlich aussieht, wissen wir wahrscheinlich erst nachdem der Schnee geschmolzen ist (für die zweite Wochenhälfte werden höhere Temperaturen vorhergesagt) bzw morgen wenn auf den Arbeitsstellen die Computer nicht mehr auf die zerschossenen Server zugreifen können. Die

RWE hat zumindestens mitgeteilt, dass sie für die Stromausfälle und die dadurch entstandenen Schäden nicht haftbar gemacht werden kann (höhere Gewalt).

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