Archive for April 2007

Favourite Five 14/2007

30. April 2007

Zum Wochenstart eine neue Favourite Five:

01. Sunfreakz – Counting Down The Days [Axwell Instrumental RMX]
02. DJ Jose – Turn The Lights Off
03. Fall Out Boy – Thnks Fr Th Mmrs
04. Chemical Brothers – Do It Again
05. High Contrast – Everythings Different

Schöne Woche!

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Osnabrück im Fernsehen

29. April 2007

Da sitze ich nichts ahnend vor den hochseriösen RTL Nachrichten heute um 18:45 Uhr und was sehe ich? Den Osnabrücker Nikolaiort voll mit Leuten, die sich Kissen um die Ohren hauen. Also hat es funktioniert mit dem Flashmob. Auf Youtube stehen bereits die ersten dazugehörigen Filmchen, es muss ein Riesenspass gewesen sein…

 

Kissenschlacht in Osnabrück

27. April 2007

Seit einigen Wochen geistern Kettenmails durch die Gegend in denen ein Flashmob für die Osnabrücker Innenstadt geplant wird. Dieses Phänomen gibt es in der grossen weiten Welt schon länger, bis solche Dinge hier in der Provinz ankommen dauert es halt. Also für alle Osnabrücker die morgen noch nichts vorhaben:

Wir veranstalten am Woche Samstag, den 28.April.07 um 16 Uhr eine Kissenschlacht in Osnabrück! Das Ganze wird mitten auf dem Nikolaiort-Platz bei McDonalds stattfinden!
Kissen nicht vergessen!!! Damit das Ganze auch richtig lustig wird, brauchen wir viele Leute die mitmachen!Also leite diesen Aufruf an ALLE Interessenten weiter!

Wie wird das Ablaufen?Haltet euch ab 15:50 möglichst unauffällig mit eurem Kissen (z.B unterm Pullover) am Rand des Nikolaiort-Platzes auf! Punkt 16 Uhr werden zwei Leute einen lautstarken Streit mitten auf dem Platz anfangen und ihre Kissen zücken. Das ist eurer Zeichen: Stürmt mit dazu und beteiligt euch kräftig mit euren Kissen. Nach 2 Minuten wird eine Trillerpfeife das Signal zum Auflösen geben und, wie es sich füreinen guten Flashmob gehört, gehen wieder alle ihrer Wege, so als wenn nichts geschehen wäre. Eine Kamera wird das ganze dokumentieren.

Was ist ein Flashmob? Flashmob (flash – Blitz; mob – Pöbel), bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanenMenschenauflauf an öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen bei denen sich die Teilnehmerüblicherweise persönlich nicht kennen.

Diesen Text habe ich zigfach per Mail bekommen, einige Rechtschreibfehler habe ich korrigiert. Obs klappt? Ich habe da so meine Zweifel… Ansonsten warte ich auf Beweisvideos 😉

Geheimdienste spähen schon seit 2005

25. April 2007

Haben wir das nicht alle geahnt?

Geheimdienste spähen schon seit 2005

Die Geheimdienste spähen bereits seit 2005 heimlich via Internet die Computer von Verdächtigen aus. Dies bestätigte am Mittwoch im Bundestags-Innenausschuss nach Teilnehmerangaben der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Peter Altmaier (CDU). Die innenpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Gisela Piltz, forderte die Regierung auf, die Maßnahme zumindest so lange auszusetzen, bis die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu Online-Durchsuchungen vorliegt, und die entsprechenden Haushaltsmittel unverzüglich zu sperren. Auch der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Dieter Wiefelspütz, hält die Online-Durchsuchungen bei der gegenwärtigen Rechtslage für unzulässig.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte im Februar der Polizei wegen fehlender gesetzlicher Grundlagen Online-Durchsuchungen vorerst untersagt. Das Ausspähen von Daten mit Hilfe eines Programms, das ohne Wissen des Betroffenen auf seinen Computer aufgespielt wird, sei nicht durch die Strafprozessordnung gedeckt. In dem verhandelten Fall ging es allerdings nicht um die Arbeit von Geheimdiensten.

Nach Ansicht der Bundesregierung lassen die Gesetze über die Nachrichtendienste Online-Durchsuchungen der Geheimdienste zu. Der frühere Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hatte den Angaben zufolge eine entsprechende Dienstvorschrift abgezeichnet.

Nach Ansicht von Piltz ist eine Dienstanweisung unter keinem Gesichtspunkt eine geeignete Rechtsgrundlage für Eingriffe in die Grundrechte der Bürger. Wiefelspütz sagte, die Regierung sei gut beraten, wegen fehlender Rechtsgrundlagen auf Online-Durchsuchungen zu verzichten. Grundsätzlich hält der SPD-Innenexperte allerdings Online-Durchsuchungen für ein in Ausnahmefällen gerechtfertigtes Ermittlungsinstrument, wenn dafür eine Rechtsgrundlage geschaffen wird. Dies komme aber nur bei schwersten Verbrechen in Frage. Dabei müsse auch der Kernbereich privater Lebensführung beachtet werden. „Es gibt auch auf der Festplatte des Computers ein Schlafzimmer“, sagte Wiefelspütz.

[Quelle: n-tv]

Einige Leser vor allem östlich der Linie Lübeck-Magdeburg werden wahrscheinlich mit „Das ist ja nichts Neues“ reagieren. Nein, Scherz beiseite, wenn ein (Soko-) Beamter auf meiner Festplatte herumschnüffelt, habe ich grundsätzlich ein schlechtes Gefühl. Er wird bei mir sicher Dateien finden, die dort nichts verloren haben. Ein „Kannst Du meine MP3s bei Dir parken?“ ist in diesem Fall zwar nur ein Freundschaftsdienst, für den Schnüffler bin ich dann aber wahrscheinlich ein Filesharing-König.

So gross wird die Langeweile in den entsprechenden Dienststellen wohl nicht sein und solche Durchsuchungen finden wohl nur bei „Gefahr im Verzug“ statt. Aber ab wann ist Gefahr im Verzug? Reicht es schon aus Al Jazeera als Startseite zu haben? Oder gespeicherte Kurzfilme in denen George W. Bush verarscht wird? Oder wenn ich über Messanger scherzweise über neue Anschlagsvarianten diskutiere? Darüber wird kein Wort verloren. Klar, falls jemand tonnenweise Spam verschickt, per Mail Menschen bedroht oder Bastelanleitungen für Rucksackbombem verschickt, sollte „der Staat“ schon eine Möglichkeit haben nachzuschauen (in solchen Fällen auch ruhig ohne Vorwarnung). Aber bei uns Normalbürgern? Das ist ja fast so als wenn ich nach Hause komme und Polizeibeamte durchsuchen gerade meine Unterwäsche. Oder ein netter Beamter reisst mich nachts aus dem Tiefschlaf um zu fragen wo mein Reisepass liegt oder ob ich Drogen besitze. Geht’s denn? Sicherheit okay aber gläserner Computer? Nein Danke!

Favourite Five 13/2007

23. April 2007

Hier wieder eine neue Favourite Five:

01. DJ Jose – Turn The Lights Off
02. Sunfreakz – Counting Down The Days [Axwell Instrumental RMX]
03. 4 Hero feat. Face – Look Inside
04. Infernal – I Won’t Be Crying [Beatfreakz Club Mix]
05. Basement Jaxx – Make Me Sweat

Schöne Woche!

Tunesien 2007 – Teil 3

22. April 2007

Neben der Tour in Richtung Südtunesien haben wir einen Tagesausflug in den Norden unternommen. Erste Station dieser Reise war die Hauptstadt Tunis.

Sie gehört zu den ältesten Städten am Mittelmeer und hat knapp 740.000 Einwohner (im Großraum Tunis leben ca. 1,6 Millionen Menschen). Sie existierte bereits 900 v. Chr. und hat eine ebenso wechselhafte Geschichte wie Tunesien selbst hinter sich. Franzosen, Türken, Spanier haben hier ihre Spuren hinterlassen, seit der Unabhängigkeit Tunesiens von Frankreich (1956) ist sie Regierungssitz.

Unsere Tour führte uns direkt vor das Rathaus und den Sitz des Premierministers Zine el-Abidine Ben Ali.


Blick auf das Rathaus von Tunis


Von dort aus haben wir den Souk besichtigt. Ein „Souk“ ist nichts anderes als eine überdachte Gasse, in dem vor allem Handwerker ihre Produkte anbieten. Daher findet man dort viele traditionelle Dinge wie Goldschmiede, Schmuck- und Lederwaren, Kleintiere oder Gewürzhändler. Aber auch T-Shirts und Elektronikprodukte werden mittlerweile im Souk von Tunis angeboten.







Blick auf Tunis, im Hintergrund die Universität

Weiter ging es zum Nationalmuseum von Bardo. Es liegt im Stadtteil Le Bardo und besitzt die weltweit bedeutendste Sammlung römischer Mosaiken. Es ist schon sehr beeindruckend was man aus Mosiksteinen so alles machen kann.







Nach dem Besuch im Museum ging es in Richtung Osten nach Karthago. Auch dieser Ort wurde etwa im 9. Jahrhundert v. Chr. (etwa 814) gegründet. Der Legende nach floh einst die phönizische Prinzessin Elissa vor ihrem machtgierigen Bruder und landete an der afrikanischen Nordküste. Der dort ansässige Häuptling versprach ihr so viel Land wie sie mit einer Kuhhaut umspannen könnte. Daraufhin schnitt Elissa die Kuhhaut in dünne Streifen und markierte so ein grosses Stück Land. Zwischen dem 4. und dem 3. Jahrhundert v. Chr. wurde Karthago durch den Seehandel die reichste Stadt im Mittelmeerraum, 400.000 Menschen wohnten hier seinerzeit. 146 v. Chr. eroberten die Römer Karthago und durch den Handel mit Getreide und Töpferwaren wuchs Karthago zur drittgrössten Stadt im Römischen Reich heran (nach Rom und Antiochia). Aus dieser Zeit stammen auch die Überreste der Antoninus-Pius-Thermen. Sie und weitere Ausgrabungsorte gehören seit 1979 zum Weltkulturerbe.







Das ehemalige Badehaus lag direkt am Meer und war mit einer Ausdehnung von etwa 200 Metern die grösste Thermenanlage ausserhalb Roms. Die Gebäude wurde im 11. Jahrhundert n. Chr. von Nomaden zerstört aber selbst die Ruinen zeigen, wie beeindruckend die Anlage gewesen sein muss.

Letzte Station war ein Abstecher in das Künstlerdorf Sidi Bou Saïd nordöstlich von Tunis. Markenzeichen dieses Ortes sind die weissen Häuser mit ihren blauen Türen. Verantwortlich für dieses Markenzeichen sind die Mauren, die sich im 16. Jahrhundert in ganz Nordtunesien niederliessen. Anfang des 20. Jahrhunderts liessen sich in Sidi Bou Saïd viele Künstler nieder und auch heute noch treffen sich viele Künstler (und natürlich Touristen) in den verwinkelten Gassen des alten Dorfes oder im Café des Nattes um den Ausblick über das Dorf bzw. den Golf von Tunis zu geniessen.








Diese Tür dürfte eine Ausnahme sein

Nach dem Aufenthalt in Sidi Bou Saïd ging es wieder zurück nach Port el Kantaoui.

Luistercijfers Februar/März 2007

19. April 2007

Heute Morgen wurden die monatlichen Radioquoten aus den Niederlanden bekanntgegeben:

01. Radio 2 – 11.5% [13.4%]
02. Radio 538 – 10.6% [10.5%]
03. Skyradio – 10.2% [9.6%]
04. Radio 3FM – 7.5% [7.7%]
05. Radio 1 – 7.5% [7.5%]
06. Q-Music – 6.2% [5.8%]
07. Veronica – 5.7% [5.3%]
08. Radio 10 – 4.6% [4.5%]
09. Radio 4 – 2.1% [2.2%]
10. Caz – 2.1% [2.0%]
11. Classic FM – 1.9% [2.0%]
12. Slam FM – 1.8% [1.6%]
13. Radio 5 – 1.7% [1.4%]
13. Arrow Classic Rock – 1.4% [1.5%]
15. Arrow Jazz FM – 0.5% [0.6%]
16. 100%NL – 0.5 [0.5%]
17. BNR nieuwsradio – 0.5% [0.4%]
18. Kink FM – 0.3 [0.2%]
19. TMF radio – 0.2 [0.1]
[Quelle: radio.nl]

Das öffentlich-rechtliche RADIO2 bleibt Marktführer, die Privatstation RADIO538 konnte jedoch ordentlich aufholen. Einen relativ grossen Sprung nach Oben konnte SkyRadio hinlegen. Ansonsten gibt es keine besonderen Auffälligkeiten.

Radio 10 Gold konnte auch 0,1% Marktanteil hinzugewinnen und bleibt damit in den Top 10. Entgegen der Ankündigungen aus dem März sendet die Station nach wie vor auf der Mittelwellenfrequenz 1008 kHz. Nach dem aktuellen Stand der Dinge wird der Sender Ende April abgeschaltet, Radio 10 Gold soll dann bis auf Weiteres nur noch über Kabel, Satellit und Stream zu hören sein.

Rob Stenders wechselt zu 3FM

18. April 2007

Wer in diesem Blog nach Rob Stenders sucht, kann einen kleinen Teil der sehr abwechslungsreichen Karriere des niederländischen Moderators mitlesen. Und heute (an Rob’s Geburtstag und fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem Start des niederländischen Privatsenders „caz!“ – dem Nachfolger von Yorin FM wo Rob bis zum Schluss die Morgensendung moderiert hat) wird bekannt, dass er ab beim öffentlich-rechtlichen 3FM eine eigene Sendung bekommt. Das hat er jedenfalls heute Morgen in einem Interview bei seinem Radiokollegen Giel Beelen bekanntgegeben. Los gehts am 7. Mai um 12.00 Uhr, ab diesem Tag ist Rob jeweils montags bis freitags zwischen 12.00 und 14.00 Uhr auf 3FM zu hören.

Rob Stenders zeichnet sich nicht nur durch seine recht eigenwillige Art des Radiomachens, sonders auch durch seine grosse Musikkenntnis aus. Durch ihn erhielten zahlreiche bis dato in den Niederlanden unbekannte Bands und Künstler wie u.a. Live, The Counting Crows, Lenny Kravitz, Lucilectric (kein Scherz!) viele Airplays, die Plattenfirmen waren also quasi gezwungen die entsprechenden Singles zu veröffentlichen. Na dann: Veel success, Rob 🙂

Favourite Five 12/2007

16. April 2007

Nach einigen Wochen Abstinenz gibts wieder ein neues Kapitel aus der Soap „Favourite Five“:

01. Sunfreakz – Counting Down The Days [Axwell Instrumental RMX]
02. Infernal – I Won’t Be Crying [Beatfreakz Club Mix]
03. DJ Jose – Turn The Lights Off
04. Basement Jaxx– Make Me Sweat
05. Booty Luv – Shine

Schöne Woche!

Tunesien 2007 – Teil 2

14. April 2007

Neben Sonne, Sand und Buffet haben wir eine zweitägige Bustour in Richtung Südtunesien unternommen.

Das erste Ziel war El Djem in Zentraltunesien. Dort lassen sich die Reste eines Amphitheaters bewundern. Es wurde im Jahr 238 n. Chr. Errichtet und hatte ein Fassungsvermögen von 30.000 Zuschauern. Damit war es das drittgrösste Theater des Römischen Reiches. Dort wurden vermutlich Gladiatorenkämpfe veranstaltet, der Schacht in der Mitte des Theaters war ein Löwengrube. Ein Flügel des Amphitheaters wurde im 2. Weltkrieg durch Bomben zerstört, gegenwärtig wird es u.a. als Theater genutzt (nachdem die tonnenweisen Touristen wieder verschwunden sind).







Warum römisches Amphitheater? Ein Teil vom heutigen Tunesien war zwischen 146 v. Chr. und 439 n. Chr. war römische Provinz und gleichzeitig einer der bedeutendsten Getreidelieferanten des römischen Reiches. Überhaupt ist die tunesische Geschichte sehr abwechslungsreich: Araber, Spanier und Türken beherrschten das Land bis 1881 und lieferten sich teilweise Kämpfe mit den einheimischen Berberstämmen. 1881 wurde Tunesien dann französisches Protektorat, erst 1956 wurde das Land unabhängig. Tunesien ist zweisprachig, neben Hocharabisch ist Französisch dort Pflichtsprache in der Schule.


„Offizielle“ Tankstelle

„Inoffizielle“ Tankstelle mit Treibstoff aus Lybien, er kostet dort rund ein Drittel weniger

Nach dem Besuch des Amphitheaters ging es weiter Richtung Süden an Sfax vorbei Richtung Matmata.




Die Landschaft dort ist sehr öde und karg. In dieser unwirklichen Gegend befinden sich Höhlenwohnungen, welche in den lehmigen Boden eines Hügels gegraben wurden. Von Aussen ist oft nur der Eingang zu sehen, manchmal sieht man aber gar nichts, weil das Innere eines Hügels ausgehöhlt und zum Innenhof umfunktioniert wurde.




Kochstelle

Schlafraum


Werkstatt

Vorteil dieser Höhlenwohnungen sind konstante Temperaturen, die in etwa um die Jahresdurchschnittstemperatur liegen. Im Sommer bieten sie Schutz vor der Hitze, im Winter sind sie auch ohne Feuerstellen relativ warm. Einige dieser Höhlen sind einige Jahrtausende alt, mittlerweile haben die dortigen Bewohner auch jeden erdenklichen Komfort (Telefon, Sat-TV usw.).

Durch die Touristenströme die täglich durch diese Höhlenwohnungen laufen, ergibt sich natürlich eine zustzliche Einnahmequelle für die Höhlenbewohner die aus traditionellen Gründen ihre Wohnungen nicht verlassen möchten. Gegen eine kleine Gebühr stellen sie ihre Wohnungen zum Besichtigen/Fotografieren zur Verfügung. Aus mitteleuropäischer Sicht ist ein solcher Einblick höchst interessant, ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen in einer solchen Höhle zu wohnen. In Matmata selbst gibt es ein Berberhotel in dem man auf diese traditionelle Weise übernachten kann.

Nach der Besichtigung der Höhlenwohnungen ging es weiter Richtung Südwesten nach Douz. Dort steht das „Tor zur Sahara“.

Hinter diesem Tor beginnt der nordöstliche Teil der Sahara. Von dort aus werden knapp einstündige Dromedartouren in die Wüste angeboten. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Mitten in der Wüste stehen, Sand bis zum Horizont und ausser dem Wind nur Stille – das ist schon ein komisches Gefühl. Und Dromedarreiten ist nicht wirklich mein Ding. Klar bekommt man mehr mit als wenn man in einem Jeep sitzt, allerdings ist ein Jeep etwas bequemer.





Nach einer Übernachtung in Douz ging es um 5.30 Uhr (!!!) weiter Richtung Chott el Djerid. Der Chott el Djerid ist der grösste Salzsee Tunesiens und wird von einer etwa 70 Kilometer lange Strasse durchquert.

Dort konnten wir auf halber Strecke mitten im See den Sonnenaufgang und Salzkristalle aus der Nähe beobachten.




Für eine Fata Morgana war es allerdings noch zu früh, die lässt sich auf der Piste durch den Chott el Djerid nach den Worten des Reiseleiters recht gut beobachten. Die Fahrt ging weiter Richtung Nordwesten nach Tozeur. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Häusern sind die Gebäude dort nicht gemauert und mit weissem Putz versehen.



Auf diesen Lehmziegelmauern entstehen je nach Sonnenstand interessante Schatten, daher wird dieser Stil auch an aktuellen Gebäuden benutzt. Im Südosten von Touzeur schliesst eine Oase an, in der wir Bananen, Granatäpfel in „freier Wildbahn“ beobachten konnten: Ausserdem wurde uns demonstriert wie eine Palme abgeerntet wird.



Nach der Tour durch die Oase ging es weiter Richtung Metlaoui. Dort verkehrt der Nostalgiezug „Le Lezard Rouge“ aus dem Jahr 1910. Allein der Zug ist nicht nur für Eisenbahnfans ein optisches Highlight.



Vom Bahnhof Metlaoui führt eine knapp 16 km lange Strecke in eine filmreife Kulisse.




Die Schluchten, Tunnelsystem und steilen Felswände dienten übrigens tatsächlich für so manchen Westernfilm als Kulisse. Die letzte Station dieser Rundreise war die Stadt Kaiouran. Dort befindet sich die heiligste Moschee des Landes, hier ein paar optische Eindrücke.




Insgesamt haben wir in den beiden Tagen knapp 1000 Kilometer zurückgelegt. Natürlich kann man in einer solch kurzen Zeit nur einen oberflächlichen Eindruck des Landes bekommen, es ist aber sehr facettenreich.