Archive for Juli 2010

Neue Frequenzen für BFBS in NRW

30. Juli 2010

Am kommenden Montag soll in Nordrhein-Westfalen ein grosser Frequenztausch stattfinden: BFBS Radio verlässt die Langenberger 96,5 MHz und bekommt als Ausgleich dafür schwächere Frequenzen, die aktuell noch von Deutschlandradio Kultur genutzt werden (darüber habe ich bereits von ein paar Wochen berichtet). Die Anzeichen dafür, dass sich am kommenden Montag tatsächlich etwas tut mehren sich. So ist das Deutschlandradio Kultur seit Anfang der Woche von den künftigen BFBS-Standorten Dülmen (92,5 MHz) und Wulfen (101,9 MHz) zu hören. Allerdings scheint die Reichweite aufgrund der teilweise sehr niedrigen Standorte eher bescheiden und nicht mit der 96,5 vergleichbar zu sein.

Gerüchteweise wird D-Kultur am Standort Viersen (104,0 MHz) heute abgeschaltet und in Niederkrüchten (Elmpft) wieder aufgeschaltet. In der Nacht zum Montag werden die Sender Hückeswagen und Düsseldorf (beide 106,0 MHz, beide D-Kultur) abgeschaltet, der Sender Dortmund geht auf der gleichen Frequenz On Air. Die Umschaltung am Standort Langenberg ist für 02.08. um 10.00 Uhr geplant. Danach ist BFBS im Ruhrgebiet auf folgenden Frequenzen zu hören:

91,3 Rheindahlen (theoretisch 1 kW, allerdings mit Einzügen)
92,5 Dülmen (max. 1,3 kW)
101,9 Wulfen (max 20 kW Richtung Ost und West, der Standort ist aber nicht hoch)
104,0 Niederkrüchten / Elmpt (max. 15,5 kW Richtung Osten)
105,1 Rheinberg/Kamp-Lintfort (startet mit 0,5 kW)
106,0 Dortmund/Florianturm (vmtl. 2,5 kW)

Wie die BFBS-Versorgung dann in der Praxis aussieht bleibt abzuwarten. Glücklicherweise reicht der Sender Bielefeld relativ weit in die Richtung und deckt so zumindest halbwegs brauchbar das östliche Ruhrgebiet ab. Weiter westlich sieht das Ganze aber schon wieder anders aus.

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Die Katastrophe von Duisburg

29. Juli 2010

Immer mehr Details rund um die Tragödie während der Loveparade vom vergangenen Wochenende werden bekannt. Die Nachrichtenlage ändert sich so schnell, ich könnte vermutlich im Stundentakt neue Erkenntnisse und Vorwürfe veröffentlichen. Das überlasse ich aber eher den grossen Nachrichtenseiten wie z.B. spiegel.de. Fakt scheint auf jeden Fall zu sein, dass viele Leute viele Augen zugedrückt haben – und das auf Kosten von mittlerweile 21 Toten. Unfassbar…

Lasst Euren Meinungen freien Lauf. Entweder hier oder auf den zahlreichen anderen Seiten im Netz, die sich mit der Loveparade 2010 beschäftigen. Ich war nur ein Besucher, der in etwa einem Kilometer Entfernung stand und über Handy von dem Unglück erfahren hat. Ich kann also nicht viel mehr sagen, als das was ich schon von mir gegeben habe. Und den nächsten Blockwart, der mich anspricht weil ich falsch herum auf dem Bürgersteig fahre, den werde ich auslachen. Wenn die Behörden sich offensichtlich nicht für Grossveranstaltungen interessieren, dann auch sicher nicht für die kleinen Vergehen des alltäglichen Lebens.

Favourite Five 20/2010

27. Juli 2010

Eine neue Favourite Five:

01. Underworld – Scribble
02. BassHunter – Saturday
03. Voodoo & Serano – You Get What You Give
04. Starkillers, Pimp Rockers, Tom Hangs & Marco Machiavelli – Insomnia
05. Axwell – Nothing But Love

Diesen Eintrag hab ich bereits am Freitag vorformuliert. Aktuell steht mir nicht der Sinn nach Musik…

Loveparade 2010 – wer hat gepennt?

26. Juli 2010

Eigentlich sollte es ein lustiger Samstag werden. Saufen und Feiern. Im Klartext: Mit Freunden nach Duisburg fahren, ein paar Bierchen trinken und irgendwann abends wieder zurück (mit leichtem Rauschen durch die wummernden Bässe auf den Ohren). Also genau das Gleiche was ich 1999 und 2002 in Berlin erlebt hatte. Aber es sollte anders kommen.

Gegen 17.30 war ich am Duisburger Hauptbahnhof. Eine anscheinend gelassene Menschenmenge bewegte sich in allen Richtungen. Ich hatte mich dazu entschlossen die Eindrücke auf mich wirken zu lassen. Die Entscheidung war glaube ich sehr gut denn eine knappe halbe Stunde später erreichte mich die erste SMS in der von der Massenpanik die Rede war. Danach stand mein Handy nicht mehr still, viele erkundigten sich nach meinem Wohlbefinden (sofern sie denn durchgekommen sind, offensichtlich waren die Mobilfunknetzbetreiber nicht in der Lage Reservekapazitäten zu schaffen).

Da standen wir nun vor dem Hauptbahnhof und haben Schritt für Schritt per Handy versucht über die Ereignisse zu informieren. Wir haben mit vielen Leuten gesprochen und diskutiert, wir haben die zig Rettungswagen an der Strasse und die vielen Hubschrauber in der Luft gesehen. Von der Loveparade selbst haben wir nichts gesehen, ich wollte auch nichts davon sehen.

Gegen 21.00 Uhr wollten wir dann weg. Raus aus dem Trubel, raus aus der Stadt. Also die paar hundert Meter zurück zum Bahnhof. Dort hatte die Polizei den Eingang abgesperrt. Also ab in die Unterführung neben dem Bahnhof um auf der anderen Seite rein zu kommen. In der Unterführung war genug Platz, die Stimmung war relativ entspannt. Plötzlich staute die Masse. Ich konnte zunächst nicht erklären warum, es war aber ein Eingang zum Bahnhof, der ebenfalls abgesperrt war. So standen wir lockere anderthalb Stunden in einer Menschenmenge, die langsam aggressiver und hektischer wurde. Ich war im dritten Schwung Menschen, der in das Gebäude gelassen wurde. „Nur nicht umfallen“ war mein Gedanke, während ich in den Bahnhof förmlich geschoben wurde. Mir war verdammt mulmig…

Gegen 22.30 war ich dann im Bahnhof. Überall standen Polizisten, Feuerwehrleute und Notärzte. Und überall kauerten Menschen, die zusammengebrochen und teilweise auch verletzt waren. Da durch diese bescheuerte Absperrmassnahme unsere Gruppe auseinander gerissen wurde, blieb mir nichts anderes übrig als zu warten. Und der Duisburger Hauptbahnhof ist schön – wenn man auf alte Schimanski-Filme steht und in den 70ern hängengeblieben ist. Alle Toiletten waren geschlossen (Rücksprache mit einem DB-Mitarbeiter), die Bahnsteige rappelvoll.

Wir standen mit einem Teil der Gruppe an einem abgesperrten Seiteneingang. Immer wieder versuchten Leute über die Absperrung in den Bahnhof zu gelangen. Manche rutschten durch, manche wurden von der Bereitschaftspolizei zurückgeschickt. Ein Loveparade-Besucher wurde von einem Beamten ziemlich forsch angefasst und zurück geschubst. Da wir eh Langeweile hatten und auch den Rest warten mussten, haben wir den Polizisten gefragt warum er so grob reagiert. Antwort: „Ich komme aus Sachsen und bin seit über 25 Stunden auf den Beinen. Und das geht Sie gar nichts an was wir hier machen.“ Nett wie ich bin habe ich dann nach seinem Namen und seiner Dienstnummer gefragt, das hat er dann mit konsequentem Weghören und seinem Rücken quittiert. Erst als ich meine Kamera rausgeholt und ihn fotografiert habe, war er wieder gesprächsbereit. Er wollte dann nämlich meine Kamera beschlagnahmen und meinen Ausweis. Da ich rhetorisch nicht ganz auf den Mund gefallen bin und er sich immer noch weigerte mir Namen, Nummer oder Dienststelle zu nennen, habe ich ihm den Gefallen nicht erwiesen. Letztendlich kam dann ein Kollege (er gab sich selbst als Gruppenleiter aus), er hat mir die Gesetzeslage ruhig erklärt und mich gebeten ihm die Fotos zu zeigen bzw. ggf. zu löschen. Auf den Schnappschüssen war nichts zu sehen, der betreffende Kollege hat allerdings noch ne Standpauke bekommen. Ich dachte immer die Polizei sollte deeskalierend wirken.

Um 0.30 Uhr war unsere Gruppe wieder beisammen. Wir sind auf den Bahnsteig und haben dann irgendwann (1.30?) unseren Zug zurück bekommen (die Bahn hatte natürlich auch Verspätung). Wenn schon daneben dann auch bitte richtig.

Das Wochenende war gelaufen. Eine so schlechte Organisation allein nur im Umfeld (mehr habe ich nicht mitbekommen) habe ich in Berlin nicht erlebt. Wie kann man grosse Menschenmassen über einen zentralen Zugang auf ein Festivalgelände schicken? Ich rede hier nicht von 100.000 auf einem (teuren) Rockkonzert, sondern von einer kostenlosen Open Air-Veranstaltung? Wie kann man alle Menschen über einen Bahnhof an- und wieder abreisen lassen? Wer organisiert so einen Mist? Waren die Verantwortlichen nur besoffen? Ich kann nur hoffen, dass diese Tragödie lückenlos aufgeklärt wird. Menschenleben holt man dadurch natürlich nicht zurück, mein Respekt gilt allen die auf welcher Art und Weise auch immer mit den Opfern zu tun haben.

Wer auch immer letztendlich die Verantwortung zugewiesen bekommt, sollte nicht mehr ruhig schlafen dürfen. Wir leben in einem hochtechnisierten Land, in dem jeder Pfurz unter Vorratsdatenspeicherung fällt und in dem man sehr gläsern ist. Und da sind plötzlich Leute überfordert, die eine Grossveranstaltung organisieren wollen/sollen? Die Loveparade gibt es ja nicht erst seit drei Jahren und es dürfte klar sein, dass bei einer so zentralen Lage mit Millionen Besuchern gerechnet werden muss. Und dann schleusen die überbezahlten und vmtl. kommerzhungrigen Organisatoren eine so grosse Masse über wenige zentrale und zu enge Punkte? Unfassbar…

Loveparade 2010

24. Juli 2010

Ich bin dabei 🙂 Das wird meine erste Loveparade ausserhalb Berlins sein. Und die erste Loveparade nach acht Jahren Pause. Wehe auf der Autobahn ist gleich was los…

Luistercijfers Mai-Juni

22. Juli 2010

Nachdem in der vergangenen Woche Hörerzahlen aus Deutschland veröffentlicht wurden, gab es heute Morgen neue Zahlen aus den Niederlanden. Und es hat sich eine interessante Entwicklung in den Top 3 ergeben:

01. Radio 538 10.5 % (10.7 %)
02. Radio 3FM 9.5 % (9.4 %)
03. Radio 2 9.2 % (9.7 %)
04. Sky Radio 8.2 % (8.4 %)
05. Radio 1 7.6 % (7.3 %)
06. Q-music 6.8 % (6.6 %)
07. Radio Veronica 6.0 % (6.0 %)
08. 100%NL 4.4 % (4.2 %)
09. Radio 5 2.8 % (3.0 %)
10. Radio 10 Gold 2.6 % (2.6 %)
11. Slam!FM 2.4 % (2.1 %)
12. Radio 4 2.1 % (2.2 %)
13. Classic FM 2.0 % (2.1 %)
14. Arrow Classic Rock 1.2 % (1.3 %)
15. BNR Nieuwsradio 1.0 % (0.9 %)
16. Radio Decibel 0.6 % (0.5 %)
17. Arrow Jazz FM 0.4 % (0.4 %)
18. Kink FM 0.4 % (0.4 %)
19. Radio 6 0.3 % (0.3 %)
[Quelle: radiofreak.nl]

3FM konnte sich am „älteren“ Popsender RADIO2 vorbeimogeln. RADIO2 wurde in den letzten Monaten einer Verjünungskur unterzogen. Dadurch wurden offensichtlich Stammhörer vergrault, diese sind dann zum „Original“ 3FM gewechselt.

Meine Prognose für die nächsten Zahlen im August: RADIO1 wird einen grossen Sprung nach oben machen. Zwar wurde die Fussball-WM in den Niederlanden auch überwiegend im Fernsehen bzw. beim Public Viewing verfolgt, trotzdem dürfte RADIO1 einen grossen Zulauf gehabt haben.

Wetterumschwung

21. Juli 2010

Wie lange haben wir nun eigentlich schon dieses überwiegend schöne, trockene und sonnige Wetter? Sechs Wochen? Acht Wochen? Okay, zwischenzeitlich gabs mal ein paar Schauer oder Gewitter aber alles in allem waren wir von vielen Hochdruckgebieten umgeben. Bei dem schönen Wetter vergisst man schon Blog, Twitter und soziale Netzwerke. Da wird schon mal das Bier auf den Balkon neben den Grill gestellt und der Abend unter freiem Himmel genossen.

Von der Farbe Blau am Himmel dürfen wir uns wohl verabschieden. Heute Morgen sah es noch so über Osnabrück aus:

Seit heute Nachmittag ist der Himmel grau. Das sind die ersten Vorboten eines Tiefdruckgebietes, welches uns das Wochenende zumindest wettertechnisch verderben wird. Schauer, Gewitter und Temperaturen unter 20°C – alles ist dabei. Der Vorteil: Man kann in den nächsten Tagen wohl wieder ordentlich durchlüften.

Sechs Jahre…

17. Juli 2010

… Weblog. Au weia….

BFBS im Ruhrgebiet

15. Juli 2010

BFBS-Freunde im Ruhrgebiet werden sicher bemerkt haben, dass ihr Lieblingssender nach wie vor auf der gewohnten Frequenz 96,5 Mhz zu empfangen ist. An anderer Stelle hatte ich ja darüber berichtet, dass der Sender diese Frequenz verlassen und durch Deutschlandradio Kultur ersetzt werden wird. Diese Umschaltung verzögert sich offensichtlich, laut www.bfgnet.de ist die Aufschaltund von D-Kultur nun für den 02. August 2010 geplant. Gleichzeitig wird BFBS Radio 1 über die folgenden Frequenzen verbreitet:

91,3 Rheindahlen (1,0 kW?)
92,5 Dülmen (1,25 kW?)
101,9 Wulfen (0,16 kW?)
104,0 Niederkrüchten (0,5 kW?)
105,1 Rheinberg (0,5 kW?)
106,0 Dortmund (2,5 kW?)
106,0 Hückeswagen

Seit dem 01.07.2010 schweigt allerdings die Bonner Frequenz von BFBS Radio 1 (97,8 MHz). Ab dem 02.08.2010 übernimmt Radio Bonn/Rhein-Sieg diese Frequenz und wird voraussichtlich mit 300 Watt betrieben (BFBS war vorher mit 500 Watt On Air).

Auf der Website www.bfgnet.de wird ausserdem durch die Blume mitgeteilt, dass die Frequenz 93,0 MHz (Braunschweig) eventuell auch anderweitig genutzt werden könnte. Eventuell wird diese auch abgeschaltet, die Sendeleistung wurde ja bereits von 80 kW auf 40 kW halbiert.

Neu aufgeschaltet wird BFBS Radio 2 am Standort Gütersloh. Auf 91,7 MHz wird dann mit 1,3 kW das Wort- und Sportprogramm für die britischen Soldaten verbreitet. Die Frequenz ist jedoch alles andere als günstig, da in dem Bereich bereits Sender auf 91,7 MHz aktiv sind (Radio Herford in Vlotho, WDR3 in Lübbecke, WDR4 in Arnsberg etc.).

Ein Unwetter zieht auf

14. Juli 2010

Diverse Wetterportale warnen seit heute Morgen vor unwetterartigen Gewittern mit Hagel, Orkanböen und örtlichen Tornados. Eigentlich nichts Neues denn am vergangenen Montag haben bereits Unwetter im Kreis Nordhorn, in Ostfriesland und mim niederländischen Twente gewütet. Und ganz ehrlich: Nach drei Wochen Dauerhitze und ziemlich aufgeheizten Gebäuden, ist eine Abkühlung nicht verkehrt.

Gegen 19.30 verfinsterte sich der westliche Himmel über Osnabrück. Innerhalb einer halben Stunde wurde es dunkel und es begann zu regnen. Hier ein paar Bilder von der heranziehenden Gewitterfront:


Zunächst frischte der Wind stark auf, ein paar Minuten später folgte zunächst Regen ubd etwas später Blitz und Donner. Der Wind hat relativ schnell nachgelassen, der Regen dauert noch an. Seit Beginn des Gewitters ist die Temperatur um knapp 10°C gesunken. Hagel, Tornados etc. sind zum Glück an mir vorbei gezogen. Sowas muss ich aber auch nicht haben. Ich hoffe nur, dass die Nächte etwas kühler werden um Durchlüften zu können.