Media-Analyse 2010 Radio II

Es ist wieder Zeit für eine neue Media-Analyse im deutschen Radio.  Wieder wurden in den letzten Wochen Menschen gefragt welche Sender sie gehört haben und herausgekommen ist dabei unter anderem Folgendes:

Deutschlandweit:
sunshine live: 82.000 (82.000 / + 0 %)

Norddeutschland
NDR2: 651.000 (655.000 / – 0,6 %)

Schleswig-Holstein
R.SH: 253.000 (260.000 / – 2,7 %)
delta radio: 60.000 (62.000 / – 3,2 %)
Radio NORA: 76.000 (69.000 / + 60,5 %)

Mecklenburg-Vorpommern
Antenne Mecklenburg-Vorpommern: 95.000 (111.000 / – 14,4 %)
Ostseewelle: 170.000 (184.000 / + 22,7 %)

Hamburg
Das NEUE alster radio – 106!8 rock’n pop: 76.000 (82.000 / -7 7,3 %)
ENERGY Hamburg: 30.000 (30.000 / + 0 %)
Klassik Radio Gebiet Hamburg: 14.000 (18.000 / – 22,2 %)
Oldie 95: 47.000 (46.000 / + 2,2 %)
Radio Hamburg: 201.000 (192.000 / +7,3 %)

Niedersachsen
radio ffn: 472.000 (457.000 / + 3,3 %)
Hitradio Antenne: 386.000 (442.000 / -12,7 %)
Radio 21: 56.000 (69.000 / – 18,8 %)

Bremen
bremen eins: 119.000 (121.000 / – 1,7 %)
bremen vier: 125.000 (107.000 / + 16,8 %)
ENERGY Bremen: 32.000 (35.000 / – 8,6 %)

Nordrhein-Westfalen
1 LIVE: 985.000 (947.000 / + 4,0 %)
WDR2: 1.000.000 (966.000 / + 3,5 %)
WDR4: 893.000 (786.000 / + 13,6 %)
Radio NRW: 1.613.000 (1.544.000 / + 4,5 %)

Berlin/Brandenburg
radioeins: 130.000 (131.000 / – 0,8 %)
Antenne Brandenburg: 236.000 (248.000 / – 4,8 %)
Fritz: 107.000 (101.000 / + 5,9 %)
radioBERLIN 88,8: 100.000 (94.000 / + 6,4 %)
Inforadio: 60.000 (55.000 / + 9,1 %)
94,3 rs2: 110.000 (130.000 / – 15,4 %)
98,8 Kiss FM: 51.000 (40.000 / + 27,5 %)
100,6 Motor FM: 11.000 (18.000 / – 38,9 %)
104,6 RTL: 161.000 (164.000 / – 1,8 %)
105’5 Spreeradio: 111.000 (89.000 / + 24,7 %)
BB Radio: 212.000 (193.000 / + 9,8 %)
Berliner Rundfunk 91!4: 114.000 (115.000 / – 0,9 %)
Energy Berlin: 69.000 (54.000 / + 27,8 %)
JAM FM Berlin: 25.000 (22.000 / + 13,6 %)
JazzRadio: 14.000 (7.000 / + 100,0 %)
Klassik Radio Gebiet Berlin: 41.000 (41.000 / + 0 %)
Radio Paradiso: 40.000 (32.000 / + 8,0 %)
Radio TEDDY: 24.000 (28.000 / – 14,3%)
Star FM 87,9: 53.000 (50.000 / + 6, %)
[Quelle: www.reichweiten.de]

So langsam frage ich mich, wie lange diese Methode der MA noch aktuell sein wird. Mittlerweile sind auch relativ konservative Freunde von mir auf Streams umgestiegen (entsprechende Empfänger machen es möglich) und nutzen das „normale“ Radio nicht oder nur selten. Die Daten können also gar nicht stimmen. Webradios und/oder ausländische Sender werden aber wohl nie in diesen Umfragen auftauchen.

Während ich diese Zeilen schreibe lausche ich übrigens dem Stream des öffentlich-rechtlichem Pop- und Rockprogramms DR P3. Diesen Sender hätte ich hier gern auf UKW. Streckenweise sperrig mit ellenlangen Wortbeiträgen, dafür aber sehr gute (progressive) Musik.

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Eine Antwort to “Media-Analyse 2010 Radio II”

  1. pfm Says:

    Tja, es sieht wirklich schlecht aus für die ostdeutsche Antenne. Aber das haben Kenner der Szene ja schon vor etlichen Jahren vorhergesagt. Große Sprüche klopfen und Westsender auf billigste Weise kopieren, reicht eben nicht! Ob sie es wohl jemals lernen werden, was Erfolg und Misserfolg an der Küste ausmacht?

    Die Ostseewelle spielt Schlager, Dance, House, Wave – eben Titel, die man lange nicht gehört hat und die andernorts nicht laufen, präsentiert von Menschen aus dem Land, die die Ortsnamen richtig aussprechen können. Das wollen die Leute im Land hören, nicht fünfmal pro Woche „Amazing“ von Seal und „Human“ von den Killers.

    Antenne hat die Trends verpennt. Im Sommer 2009 dann schien man aus dem Tiefschlaf erwacht und fing an, über Dudelliedchen solche Jingles wie „Ein schöner Song, der da läuft. Aber was ist mit den anderen, vergessenen Liedern? Freiheit für die vernachlässigten Titel! Das Aktionskommando 30-30: Alles wird anders!“ zu legen. Ganze vier Wochen hielt die neue Vielfalt an. Seitdem werden die selben Schlaflieder wieder abgenudelt, die man vorher verHOHNEpiepelt hat.

    Preisfrage: Was ist die schnellste und effektivste Methode, um einen einst erfolgreichen und gewinnorientiert wirtschaftenden Radiozender zu Grunde zu richten?

    Ganz einfach : Man holt sich ER ins Boot!
    Ich finde ja, der Mann hat eine Gehaltserhöhung verdient!

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