Unwetter Pfingsten 2014

Eins vorab: wir in und um Osnabrück haben Glück gehabt im Vergleich zu dem was sich gestern im Ruhrgebiet abgespielt hat. Aber der Reihe nach: es war schön am Samstag. Kaum Wolken, Temperaturen um 30°C und relativ trockene (Sahara-) Luft. Am Sonntag war es dann schon anders: bis etwa 10.00 Uhr leicht bewölkt und warm, dann zog es sich zu und gegen 11:30 Uhr gab es ein paar dicke Regentropfen (genug um panisch alles wieder ins Haus zu räumen). Nach etwa 3 Minuten war der Spaß vorbei und ich war gerade dabei wieder alles auf den Balkon zu schleppen. Dann dachte ich, dass es kurz hell wurde. Keine schwarze Wolke am Himmel, sondern alles irgendwie orange. „Einbildung“ dachte ich und dann donnerte es. Also wieder alles abbauen.

Kurze Zeit später streifte uns eine Gewitterfront mit starkem Wind und viel Regen. Danach wurde es wieder schön und der Abend klang bei Mondschein und locker 25°C aus. Gegen 4.00 Uhr wurde ich durch einen Donnerschlag wach. Zu dem Zeitpunkt war das Gewitter aber eigentlich schon vorbei. Selfie machen? Nö. Aber das hier:

Ohne Stativ und Schlaftrunken, das kann nix werden. Am Pfingstmontag das gleiche Spiel: Nachmittags streifte uns eine Gewitterfront, die war aber hier relativ harmlos:

Und dann kam der Pfingstmontagabend. Bei solchen Wetterlagen behalte ich wenn es zeitlich passt diverse Wetterradars und Twitter im Auge und ich sah schon früh, dass dort etwas aus Belgien auf uns zukommt. Ich konnte zu dem Zeitpunkt nicht abschätzen WAS sich da genau auf Deutschland zubewegt, ich hätte aber auch Niemanden warnen können.

Zwischen 20.00 Uhr und 21.00 Uhr erreichten mich dann die ersten WhatsApp-Kommentare von Bekannten aus dem Ruhrgebiet: Keller unter Wasser, Weltuntergang, Stromausfall. Na Mahlzeit. Zu der Zeit war der Himmel in südwestlicher Richtung zwar dunkel, das wird aber eher der Schatten dieser Gewitterzelle gewesen sein. Dunkel wurde es gegen 21.30 Uhr, nach dem „Tatort“ bin ich dann auf den Balkon um das schnell heraufziehende Wetterleuchten zu beobachten. Professionell wie ich bin mit einem Akku der fast leer war, die Bilderserie endete ziemlich schnell:

unwetter3

Also Spiegelreflex in die Ecke und die gute alte Digicam auf das Stativ geklemmt. Als ich fertig war begann es zu regnen, ich habe dann indoor versucht Blitze zu fotografieren (leider ohne „richtigen“ Erfolg, nur ein paar beleuchtete Wolkenformationen konnte ich einfangen):

unwetter1

Das Gewitter tobte etwa eine Stunde über Osnabrück. Starkregen, heftige Sturmböen (ich behaupte dass die auf Kyrill-Niveau waren), Donner und Blitz (inklusive zweier Naheinschläge). Gegen Mitternacht war dann Ruhe.

Heute Morgen zog dann aus westlicher Richtung eine imposante Böenwalze heran.

Leider hatte ich keine Möglichkeit die aus dem Auto zu fotografieren, ich war als sie heranschoss auch vermutlich schon zu dicht dran um die Ausmaße festhalten zu können. Daher ein kurzer Videoclip:

In den nächsten Tagen soll es ruhiger und kühler werden, die Wetterlage soll sich entspannen. Für die Leute im Ruhrgebiet heißt es nun Aufräumen und hoffen, dass die nächsten Unwetter lange auf sich warten lassen.

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