Neue Entwicklungen bei OSradio 104,8

Transparent sollte der angebliche Betrugsskandal bei OSradio 104,8 angepackt werden. Zumindest wurde diese Transparenz in Pressemitteilungen und auf Mitgliederversammlungen angekündigt. Und es gab auch viele PowerPoint-Präsentationen mit Zahlen, Fakten und kurzfristig einberufene Vorstandssitzungen. Es gab aber auch Mails an mich in denen ich aufgefordert wurde bestimmte Dinge aus der Öffentlichkeit zu entfernen. Und so wie wohl im Verborgenen Entscheidungen gefällt wurden, gibt es nun Ermittlungen gegen Personen, die ich in diesem verborgenen Kreis vermute.

Aber der Reihe nach: Anfang September gab es eine außerordentliche Mitgliederversammlung. Im Rahmen dieses Termins gab der Anwalt des Senders (so wurde er zumindest vorgestellt) bekannt, dass die Bezüge des 1. Vorsitzenden grundsätzlich okay waren, die Art und Weise der Entnahme jedoch nicht. Warum er mittlerweile nicht mehr der Anwalt des Senders ist, kann nun jeder selbst für sich beurteilen. Es folgte einige Wochen später eine Vorstandssitzung mit einer Ladefrist auf die sich Berufstätige einstellen konnten. Hier sollte u.a. ein (neuer) Anwalt benannt und nachfolgend beauftragt werden, der die Forderungen des Vereins gegenüber den ehemaligen 1. Vorsitzenden geltend macht. Ich habe mich deutlich dagegen ausgesprochen (auch hier fehlt – zufälligerweise? – das Sitzungsprotokoll), da ich hier nur weiteres Geld aus dem Fenster fliegen sehe. Klärende Gespräche zwischen den Parteien sind ohne Weiteres sicher nicht mehr möglich, ein echter Kompromiss war vermutlich auch nie gewollt. Dass die Staatsanwaltschaft Osnabrück die strafrechtlichen Untersuchungen nun auf vier weitere Personen ausgeweitet hat, ist sicher eine Folge der Ermittlungen. Wurden hier trotz aller angekündigten Transparenz Dinge verschwiegen? Zumindest zeigten sich die Betroffenen offensichtlich überrascht.

Ich sehe den Radiosender vor dem Hintergrund der neuen Entwicklungen (auch in Bezug auf die drohende Aberkennung der Gemeinnützigkeit) jetzt erst Recht in richtiger Gefahr. Ein Lizenzentzug und/oder eine Schließung wäre ein Schlag ins Gesicht für (talentierte) Moderatoren, für Techniker und für Volontäre. Dementsprechend angespannt wirkten auch Einige am vergangenen Donnerstag. „Wer tratscht der fliegt.“ sagte mir vor Kurzem jemand aus dem festen Stammpersonal des Senders als ich mich der Stimmung erkundigte. Offensichtlich wurde also wohl interner Druck ausgeübt und eine vorgegebene Sichtweise auf die Dinge gefordert. Der letzte Akt ist hier noch nicht angebrochen, auf der Mitgliederversammlung am Donnerstag hieß es, dass es vmtl. erst im Januar 2015 erste Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft gibt. Die Wahl eines neuen Vorstands (dem ich bewusst nicht mehr angehöre) riet am vergangenen Donnerstag in den Hintergrund. Der oben verlinkte Artikel der Neuen Osnabrücker Zeitung gibt den Inhalt der Mitgliederversammtlung sehr gut wieder. Dort werden schon bald neue Details zu diesem Fall veröffentlicht und jeder kann dann selbst urteilen wie transparent der Fall in den letzten Monaten aufgearbeitet wurde.

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