Spotify bald auch mit Wortbreiträgen

Am vergangenen Samstag gab es im „Medienmagazin“ bei radio eins ein Interview mit Stefan Zilch (Geschäftsführer von Spotify Deutschland). In diesem Interview erläuterte er die Pläne seines Unternehmens künftig nicht nur Musik, sondern auch Wortbeiträge anzubieten. Generell soll Spotify so näher an das Thema „Entertainment“ heranrücken.


radioeins stellt das Interview als Podcast zur Verfügung. Am Besten schaut Ihr Euch auf der (durchaus interessanten) Podcast-Seite zur Sendung um. Alternativ habe ich die Audio-Datei hier verlinkt (geht los bei ca. 27:30).


[Quelle: rbb-online.de]

Als ich mich vor etwa dreieinhalb Jahren zum ersten Mal mit Spotify beschäftigt habe, bot mir die Plattform nur wenig Anreize. Okay, es war eine gute Möglichkeit um alte MP3s aus ISDN-Zeiten mit schlechter Bitrate aufzumotzen, ansonsten war die Auswahl an neuer Musik eher so lala. Das hat sich mittlerweile stark geändert. Es gibt zwar immer wieder Titel die in Deutschland nicht abspielbar sind, Armin van Buuren haut z.B. seine aktuelle Zusammenarbeit mit Mr. Probz exklusiv über Spotify raus. Und wenn man sich die Nutzerzahlen anschaut, gibt es eigentlich nur noch wenig Gründe um sich Musik aus Grauzonen zu besorgen. Gelegentlich entdecke ich auch noch den einen oder anderen interessanten neuen Track, das funktioniert aber nur wenn man die richtigen Playlists abonniert hat. Ich trau mich gar nicht sehr tief in dieses Thema einzusteigen, da ich dann sicher zu viel Input bekomme und nur noch vor Spotify sitze.

Was halte ich von Wortbeiträgen via Spotify? Nichts – zumindest aus heutiger Sicht. Das mag evtl. daran liegen, dass ich kein klassischer Podcastnutzer bin. Ich nutze zwar mehr oder weniger regelmässig die sieben Tage haltbaren Streams von NPO und BBC, an deutschen Podcasts habe ich bisher aber nur das „Medienmagazin“ abonniert (und auch das höre ich ehrlich gesagt nur unregelmässig). Ich bin eher der klassische Livehörer, der unterwegs oder stationär einen Radiosender einschaltet und linear zuhört. Meiner Meinung nach kann Spotify daher dem Medium Radio auch nicht die Stirn bieten. Der Nutzer kann zwar bestimmen, dass er erst 45 Minuten seine Lieblingsmusik und dann einen Beitrag hört. Allerdings muss er dann vorher schon sortieren und das überlasse ich lieber den Radiomachern (also echten Menschen).

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