Archive for the ‘Medien’ Category

Frequenzumwidmung in Braunschweig

5. Januar 2016

Pünktlich zum 01.01.2016 wurde die Braunschweiger Frequenz von BFBS 1 (93,0 MHz) abgeschaltet. Dieses Datum schließt eine technische Störung eigentlich aus und die Betreiber des Portals radiowoche.de haben recherchiert.
Demnach hat der British Forces Broadcasting Service die Frequenz an das Land Niedersachsen zurückgegeben und das Land hat diese Frequenz dem NDR zugeteilt. Im Laufe des heutigen Tages wird hier N-Joy aufgeschaltet. Die bisherige N-Joy-Frequenz vom gleichen Standort (100,3 MHz / 15,0 kW) wird im Gegenzug abgeschaltet. Die 100,3 MHz ist übrigens seit dem Start von N-Joy im April 1994 auf Sendung.

Die frei werdende 100,3 wurde von der Niedersächsischen Landesmedienanstalt für die Nutzung durch den Privatfunk ausgeschrieben. Der vmtl. einzige Bewerber war der Lokalsender Radio38. Er wird hier in Kürze seinen Sendebetrieb aufnehmen und vergrößert so sein Sendegebiet um ein Vielfaches. Die bisherige Frequenz von Radio38 am gleichen Sendestandort (96,8 MHz) wird abgeschaltet.
Durch diesen Frequenztausch spielt Radio38 über Nacht zumindest regional in der gleichen Liga wie ffn und Hitradio Antenne und könnte so eine regional eine erstzunehmende Konkurrenz darstellen.

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ma 2015 IP Audio IV

9. Dezember 2015

Zum vierten und letzten Mal in diesem Jahr wurde die „ma 2015 IP Audio“ veröffentlicht. 345 Channels beteiligen sich an dieser Untersuchung und bilden – wie bei der Media Analyse – nur einen Ausschnitt aus dem tatsächlichen Radio-Angebit ab. Die kompletten Zahlen sind hier verlinkt, ich habe Euch die Top 20 der Websessions herausgesucht (in Klammern die Zahlen aus der ma 2015 IP Audio III):

01. 1LIVE: 8.186.604 (8.489.881 / + 1 %)
02. SWR3: 5.679.020 (5.355.795 / + 6 %)
03. ANTENNE BAYERN antenne (simulcast): 4.769.408 (6.118.226 / – 22%)
04. NDR2: 3.565.826 (3.689.208 / – 3 %)
05. DLF: 2.647.630 (2.331.443 / + 14 %)
06. WDR2: 3.867.613 (-)
07. HIT RADIO FFH Simulcast: 2.175.166 (2.115.925 / + 3 %)
08. BAYERN 3: 2.025.827 (2.287.061 / 11 %)
09. hr3: 1.886.735 (1.876.282 / + 1 %)
10. Sport1.fm: 1.740.829 (2.225.796 / – 22 %)
11. bigFM: 1.642.443 (1.806.821 / – 9 %)
12. ROCK ANTENNE rockantenne (landesweit simulcast): 1.596.220 (2.271.215 / – 30 %)
13. 1LIVE DIGGI: 1.507.853 (1.616.319 / – 7 %)
14. SWR1 BW 1.352.652 (1.448.018 / – 7 %)
15. Bayern 1: 1.340.538 (1.458.682 / – 8 %)
16. Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern Webcast: 1.332.994 (728.040 / +83%)
17. sunshine live: 1.244.621 (1.223.797 / + 2 %)
18. radio ffn Webradio: 1.216.457 (1.373.712 / – 11 %)
19. YOU FM: 1.167.963 (1.270.781 / – 8 %)
20. hr1: 1.117.263 (1.112.240 / 0 %)

Zum ersten Mal wurden auch Nutzungszahlen von Spotify veröffentlicht. Demnach gibt es monatlich 87.607.074 „Personal Radio Session“ aus Deutschland.

Zahlen zur Digitalradio-Nutzung in Deutschland

12. September 2015

In der vergangen Woche wurden Zahlen zur Digitalradio-Nutzung (DAB / DAB+) veröffentlicht. Das waren gleichzeitig die ersten Zahlen, die sich mit der Nutzung des bundesweiten DAB+-Paketes auf Kanal 5C befasst haben. Demnach besitzen 30% der deutschen Haushalte einen DAB+-Empfänger, etwa 5 Millionen nutzen DAD+ täglich. Ein großer Teil der Empfänger befindet sich übrigens im Auto, jedes 20. neu zugelassene Fahrzeug in Deutschland hat mittlerweile ein DAB+-taugliches Radio. 2,9 Millionen Hörer nutzen täglich das ARD-Angebot via Digitalradio, die Privatsender liegen bei 2,2 Millionen. Dies sind die erfolgreichsten Programme:

1Live: 550.000
Antenne Bayern: 376.000
Energy: 363.000
SWR4: 298.000
WDR2: 290.000
Weitere Zahlen gibt es hier.


Diese Zahlen spiegeln natürlich nur einen groben Überblick wieder, da der DAB+-Ausbau regional unterschiedlich ist. Während hier in Südwestniedersachsen kaum etwas in Richtung Digitalradio passiert, gibt es z.B. in Bayern eine große Auswahl an Programmen. Neben landesweiten öffentlich-rechtlichen und privaten Paketen sind dort lokale und regionale Ensembles On Air (liesse sich in Niedersachsen mittlerweile auch realisieren da es genug regionale Programmveranstalter gibt). Im Gegensatz zu Niedersachsen spiegelt DAB+ in Bayern das bekannte UKW-Band wieder und bietet Zusatzprogramme. Wer in Niedersachsen DAB+ einschaltet, bekommt neben den NDR-Programmen noch die bundesweiten Stationen dazu, die Privatsender (die laut Mediaanalyse am meisten gehört werden) sind auf DAB+ nicht vertreten. Der DAB-Zug wird wohl erst sehr spät im Norden eintreffen.

ma IP Audio 2015 III

9. September 2015

Neue Zahlen zum Thema „Nutzung Webradio“ wurde heute veröffentlicht. Insgesamt haben sich 310 Kanäle an dieser Umfrage beteiligt, vor einem Vierteljahr waren es noch 291 (die Ergebnisse passen sich also immer näher an das tatsächliche Hörverhalten an). Eine durchschnittliche Webradio-Session dauert 67 Minuten (65 Minuten 2. Quartal), etwa 75% der Webradionutzer hören Programme im Simulcast zu UKW verbreitet werden, der Rest sind „Web Only“-Stationen. Hier die 20 meistgehörtesten Stationen aus dem 3. Quartal 2015:

01. 1LIVE: 8.489.881 (8.433.424 / + 1 %)
02. ANTENNE BAYERN (Simulcast): 6.118.226 (8.667.761 / – 29 %)
03. SWR3: 5.355.795 (5.183.510 / + 3 %)
04. NDR 2: 3.689.208 (3.547.229 / + 4 %)
05. DLF: 2.331.443 (2.447.676 / – 5 %)
06. BAYERN 3: 2.287.061 (2.185.610 / + 5 %)
07. ROCK ANTENNE (Simulcast): 2.271.215 (2.571.014)
08. Sport1.fm: 2.225.796 (2.307.709 / – 4 %)
09. HIT RADIO FFH (Simulcast): 2.115.925 (2.206.453 / – 4 %)
10. hr3: 1.876.282 (1.666.849 / + 13 %)
11. bigFM: 1.806.821 (2.249.210 / – 20 %)
12. 1LIVE DIGGI: 1.616.319 (1.576.824 / + 3 %)
13. Bayern 1: 1.458.682 (1.412.018 / +3 %)
14. radio ffn: 1.373.712 (1.249.290 / + 10 %)
15. Klassik Radio: 1.360.705 (1.792.001 / – 24 %)
16. YOU FM: 1.270.781 (1.177.528 / + 3 %)
17. planet radio (Simulcast): 1.200.924 (1.253.728 / – 4 %)
18. JAM FM: 1.137.327 (1.057.271 / + 8 %)
19. hr1: 1.112.240 (1.170.531 / – 5 %)
20. 104.6 RTL Berlins Hit-Radio: 1.060.597 (1.298.213 / – 18 %)

Eine Komplettübersicht gibt es auf radioszene.de. Erfasst werden natürlich nur Radiosender aus Deutschland. Im Gegensatz zur „grossen Media Analyse“ wird hier einfach aufgerundet, sondern mit tatsächlichen Zahlen gearbeitet (sofern man dieser Statistik trauen kann).

NL: NPO Radio 5 verlässt Mittelwelle zum 01.09.2015

18. August 2015

Vor etwa einem Jahr wurde bekannt, dass NPO Radio 5 die Mittelwelle (747 und 1251 kHz) verlassen soll. Dieses Datum rückt nun näher, der Sender bereitet seine Hörer im laufenden Programm und über Hinweisschleifen auf die nahende Abschaltung vor. Damit folgt NPO Radio 5 vielen anderen Sendern, die in der Zwischnzeit von der Skala verschwunden sind. Grund für die Abschaltung ist auch hier das große Einsparpotential. Ebenfalls Anfang September wird der religiöse Radio Maria (675 kHz) von der Mittelwelle verschwinden. Auch hier spielt das Geld eine Hauptrolle für die Abschaltung. Beide Sender sind landesweit via DAB zu empfangen.

Ich habe am vergangenen Samstag die Sendeanlage auf Flevoland zum ersten Mal besucht. Da Groot Nieuws Radio auf 1008 kHz von diesem Standort aus weitersendet, gibt es vielleicht nochmal eine Chance den Standort ein zweites Mal im laufenden Betrieb zu besuchen.


E.M.A. NRW 2015 II

25. Juli 2015

Und hier noch ein paar Zahlen aus der „Elektronischen Medienanalyse“, die sich mit den Einschaltquoten der Lokalsender in NRW befasst:

Radio K.W.: 27 %
Radio Duisburg: 28 %
NE-WS 89.4: 31 %
Radio RSG: 37 %
Radio Essen: 35 %
Radio Mülheim
106.2 Radio Oberhausen: 31 %
Radio Emscher Lippe: 29 %
Radio WMW: 32 %
Radio RST: 37 %
Antenne Münster: 32 %
Radio Kiepenkerl: 46 %
Radio WAF: 35,7 %
Radio Gütersloh: 45,1 %
Radio Bielefeld: 41,3 %
Radio Herford: 47,5 %
Radio Westfalica: 49,1 %
Radio Hochstift: 42,9 %
Hellweg Radio: 45 %
Radio Herne: 30 %
Radio Bochum: 35 %
Radio Ennepe Ruhr: 21 %
107.7 Radio Hagen: 39 %
Radio MK: 35 %
Radio Sauerland: 35 %
Radio Siegen: 46,7 %
Radio Berg: 28,7 %
Radio Bonn/Rhein-Sieg: 29,8 %
Radio Leverkusen: 36,8 %
Radio Köln: 22,8 %
Radio Erft: 28,0 %
Radio Rur: 22,7 %
Antenne AC
Radio Euskirchen: 28%

Die Zahlen stammen von den Homepages der einzelnen Sender bzw. sind ihren Facebook-Profilen entnommen. Zum Vergleich gibt es hier die Zahlen aus dem März 2015 (E.M.A. NRW 2015 I).

Media-Analyse 2015 Radio II

25. Juli 2015

Während meines Kurzurlaubs wurden die Zahlen der Media-Analyse 2015 Radio II veröffentlicht. Für diese Befragung wurde die Methode leicht verändert: auf der einen Seite wurde die Gesamtbevölkerungszahl in Deutschland um rund 1,3 Millionen Personen nach unten korrigiert. Zum anderen wurden zum ersten Mal Handynummern für die Befragung berücksichtigt. Bisher waren es nur Festnetznummern. Daher auf reichweiten.de auch dieser Hinweis:

Hier nun wie gewohnt ein paar ausgesuchte Zahlen:

Deutschlandweit
sunshine live: 57.000 (52.000 / +9,6 %)
Klassik Radio: 153.000 (164.000 / -6,7 %)
Radio Paloma: 67.000 (93.000 / -28 %)
JAM FM: 65.000 (55.000 / +18,2 %)
RTL RADIO: 149.000 (139.000 / + 7,2%)

Norddeutschland
NDR 2: 823.000 (883.000 / -6,8 %)

Schleswig-Holstein
R.SH: 190.000 (191.000 / -0,5 %)
delta radio: 61.000 (65.000 / -6,2 %)
Radio NORA: 41.000 (38.000 / +7,9 %)

Mecklenburg-Vorpommern
ANTENNE MV: 113.000 (97.000 / +16,5 %)
Ostseewelle HIT-RADIO MV: 193.000 (212.000 / -9,0 %)

Hamburg
alsterRadio: 49.000 (54.000 / -9,3 %)
ENERGY Hamburg: 26.000 (23.000 / +1,9 %)
HAMBURG ZWEI: 23.000 (23.000 / -0 %)
Radio Hamburg: 188.000 (185.000 / +1,6 %)

Niedersachsen
radio ffn: 389.000 (395.000 / +1,5 %)
Antenne Niedersachsen: 303.000 (395.000 / +8,6 %)
Radio 21: 105.000 (111.000 / -5,4 %)

Bremen
Bremen Eins: 112.000 (95.000 / +17,9 %)
Bremen Vier: 108.000 (91.000 / +18,7 %)
ENERGY Bremen: 61.000 (49.000 / +24,5 %)

Nordrhein-Westfalen
1LIVE: 1.059.000 (1.076.000 / -1,6 %)
WDR 2: 1.027.000 (1.066.000 / -3,7 %)
WDR 4: 709.000 (720.000 / -1,5 %)
radio NRW: 1.667.000 (1.642.000 / +1,5 %)

Berlin-Brandenburg
radioeins: 101.000 (98.000 / +3,1 %)
Antenne Brandenburg: 199.000 (228.000 / -12,7 %)
Fritz: 92.000 (105.000 / -12,4 %)
Inforadio: 52.000 (44.000 / +18,2 %)
radioBERLIN 88,8: 100.000 (90.000 / +11,1 %)
94,3 rs2: 86.000 (102.000 / -15,7 %)
98,8 KISS FM: 41.000 (53.000 / -22,6 %)
100,6 FluxFM: 20.000 (9.000 / + 122,2 %)
104,6 RTL: 184.000 (206.000 / -10,7 %)
105’5 Spreeradio: 82.000 (82.000 / –0 %)
BB Radio: 161.000 (174.000 / -7,5 %)
Berliner Rundfunk 91.4: 98.000 (87.000 / +12,6 %)
ENERGY Berlin: 52.000 (62.000 / -16,1 %)
JAM FM Berlin: 45.000 (37.000 / +21,6 %)
Klassik Radio Gebiet Berlin: 35.000 (41.000 / +14,6 %)
radio B2: 30.000 (30.000 / -0 %)
Radio Cottbus: 12.000 (10.000 / +20,0 %)
Radio Paradiso: 30.000 (24.000 / +25,0 %)
Radio TEDDY: 42.000 (47.000 / -10,6 %)
Star FM 87.9: 66.000 (71.000 / -7,0 %)
[Quelle: reichweiten.de]

ma IP Audio 2015 II

12. Juni 2015

Am Mittwoch wurden die neusten Einschaltquoten deutscher Webradios veröffentlicht. Da diese Umfrage noch relativ neu ist, steigt die Zahl erfassten Kanäle von Umfrage zu Umfrage. Im März wurden 227 Stationen erfasst, bei der aktuellen Umfrage 291. Im Gegensatz zur herkömmlichen Media-Analyse lassen sich bei der ma IP Audio die Hörgewohnheiten genau erfassen. Die durchschnittliche Hördauer liegt bei 65 Minuten (im März waren es 67). Hier wieder die Zahlen ohne die Themenkanäle der „grossen“ Anbieter:

01. ANTENNE BAYERN (Simulcast): 8.667.761 (6.642.428 / + 30 %)
02. 1LIVE: 8.433.424 (6.067.856 / + 39 %)
03. laut.fm: 7.847.026 (7.852.609 / + 0 %)
04. SWR3: 5.183.510 (5.095.141 7 + 2%)
05. NDR2: 3.547.229 (3.508.939 / + 1%)
06. ROCK ANTENNE (Simulcast): 2.571.014 (2.039.826 / + 26%)
07. DLF: 2.447.676 (2.227.837 / + 10%)
08. bigFM: 2.249.210 (2.331.416 / – 4%)
09. FFH (Simulcast): 2.206.453 (1.870.168 / + 18%)
10. BAYERN 3: 2.185.610 (2.307.584 / – 5%)
11. Klassik Radio: 1.792.001 (1.736.827 / + 3%)
12. hr3: 1.666.849 (1.708.625 / -2%)
13. 1LIVE DIGGI: 1.576.824 (1.331.462 / + 18%)
14. SWR1 BW: 1.462.811 (1.618.692 / – 10%)
15. Bayern 1: 1.412.018 (1.404.362 / + 1%)
16. 104.6 RTL Berlins Hit-Radio: 1.298.213 (1.154.654 / + 12%)
17. planet radio (Simulcast): 1.253.728 (1.203.439 / 4 %)
18. radio ffn: 1.249.290 (1.256.016 / – 1%)
19. YOU FM: 1.177.528 (1.416.300 / – 17%)
20. hr1: 1.170.531 (1.943.617 / – 40%)
[Quelle: radioszene.de]

Hier sieht man deutlich, dass das Webradio mittlerweile zu einer festen Größe gerworden ist. „Herkömmliches“ Radio wird etwa 4 Stunden täglich gehört (März 2015), Livestreams sind nicht mehr weit davon entfernt.

AFN gibt Frequenzen in Deutschland auf

29. Mai 2015

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, mit einer so relativ kurzfristigen Aktion habe ich dann jedoch nicht gerechnet: der US-amerikanische Soldatensender AFN gibt in den kommenden Wochen und Monaten einige seiner Frequenzen auf (u.a. auch die 98,7 MHz, die mit 60 kW vom Feldberg aus das gesamte Rhein-Main-Gebiet versorgt.


Konkret betroffen sind laut radioszene.de folgende Frequenzen:

UKW
Feldberg: 98.7 MHz
Kaiserslautern: 100.2 MHz (Frequenzwechsel geplant)
Pirmasens: 103.0 MHz
Mainz-Kastel: 103.7 MHz (neu, geplant als Ersatz für Feldberg / 98.7 MHz)

Mittelwelle
Vilseck: 1107 kHz
Mönchengladbach: 1143 kHz
Garmisch: 1485 kHz
Ansbach: 1485 kHz
Amberg: 1485 MHz

Diese Sender sollen bis spätestens Oktober 2016 abgeschaltet werden. Darüber hinaus bleiben die angebotenen Programme online verfügbar, die Zielgruppe kann also weltweit via PC/Laptop/Smartphone zuhören.

Die Umwidmung der 60 kW-Frequenz vom Feldberg könnte im Rhein-Gebiet einen Frequenztausch anstoßen. Die o.g. 103,7 aus Mainz wird zzt. vom DLF genutzt, ich gehe davon aus, dass der DLF im Gegenzug auf die 98,7 wechselt. Wenn sich alle beteiligten Programmveranstalter (öffentlich-rechtlich und privat) einigen, könnte das UKW-Band in Frankfurt und Umgebung bald anders aussehen. Eine Idee ist z.B., dass der DLF am Standort Feldberg die 102,5 MHz erhält um so näher an der 102,7 von der Nordhelle zu sein.

Nach der Abschaltung von Radioporgrammen der ehemaligen Besatzungsmächte in Langenberg (ersetzt durch D-Kultur) und Visselhövede (ersetzt durch N-Joy) blieben nur noch wenige leistungsstarke Frequenzen in Deutschland für diese Stationen übrig:

93,0 BFBS 1 (Braunschweig)
102,3 AFN (Stuttgart)
103,0 BFBS 1 (Bielefeld)

Ich hoffe, dass vor allem Bielefeld noch ein paar Jahre auf Sendung bleibt.

Spotify bald auch mit Wortbreiträgen

26. Mai 2015

Am vergangenen Samstag gab es im „Medienmagazin“ bei radio eins ein Interview mit Stefan Zilch (Geschäftsführer von Spotify Deutschland). In diesem Interview erläuterte er die Pläne seines Unternehmens künftig nicht nur Musik, sondern auch Wortbeiträge anzubieten. Generell soll Spotify so näher an das Thema „Entertainment“ heranrücken.


radioeins stellt das Interview als Podcast zur Verfügung. Am Besten schaut Ihr Euch auf der (durchaus interessanten) Podcast-Seite zur Sendung um. Alternativ habe ich die Audio-Datei hier verlinkt (geht los bei ca. 27:30).


[Quelle: rbb-online.de]

Als ich mich vor etwa dreieinhalb Jahren zum ersten Mal mit Spotify beschäftigt habe, bot mir die Plattform nur wenig Anreize. Okay, es war eine gute Möglichkeit um alte MP3s aus ISDN-Zeiten mit schlechter Bitrate aufzumotzen, ansonsten war die Auswahl an neuer Musik eher so lala. Das hat sich mittlerweile stark geändert. Es gibt zwar immer wieder Titel die in Deutschland nicht abspielbar sind, Armin van Buuren haut z.B. seine aktuelle Zusammenarbeit mit Mr. Probz exklusiv über Spotify raus. Und wenn man sich die Nutzerzahlen anschaut, gibt es eigentlich nur noch wenig Gründe um sich Musik aus Grauzonen zu besorgen. Gelegentlich entdecke ich auch noch den einen oder anderen interessanten neuen Track, das funktioniert aber nur wenn man die richtigen Playlists abonniert hat. Ich trau mich gar nicht sehr tief in dieses Thema einzusteigen, da ich dann sicher zu viel Input bekomme und nur noch vor Spotify sitze.

Was halte ich von Wortbeiträgen via Spotify? Nichts – zumindest aus heutiger Sicht. Das mag evtl. daran liegen, dass ich kein klassischer Podcastnutzer bin. Ich nutze zwar mehr oder weniger regelmässig die sieben Tage haltbaren Streams von NPO und BBC, an deutschen Podcasts habe ich bisher aber nur das „Medienmagazin“ abonniert (und auch das höre ich ehrlich gesagt nur unregelmässig). Ich bin eher der klassische Livehörer, der unterwegs oder stationär einen Radiosender einschaltet und linear zuhört. Meiner Meinung nach kann Spotify daher dem Medium Radio auch nicht die Stirn bieten. Der Nutzer kann zwar bestimmen, dass er erst 45 Minuten seine Lieblingsmusik und dann einen Beitrag hört. Allerdings muss er dann vorher schon sortieren und das überlasse ich lieber den Radiomachern (also echten Menschen).